RICHARD-1128
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RICHARD-1128
RICHARD, Der klassische bayerische Haferlschuh,Haferlschuh / JägerschuhDer Haferlschuh geht zurück auf die Oberstdorfer Leo Dorn und Joseph Schratt, die bereits 1803 den damals noch Jägerschuh genannten Urtyp des Haferlschuhs entwickelten. Dorn war ein Jäger der die Idee hatte, die Kletterkünstler der Alpen, die Gemsen, genauer deren Hufe, als Bauplan für einen Schuh zu verwenden. Zusammen mit seinem Freund Joseph Schratt, einem Maßschuhmacher, setzte er die Idee um. Denn wenn man sich die Hufe der Gams genauer anschaut, versteht man besser warum Gemsen so gut klettern können. Der schmale zweiteilige Gamshuf hat einen harten, umlaufenden und erhabenen Sohlenrand. Innerhalb dieses schmalen harten Sohlenrandes ist der Gamshuf weich, ja gummiartig. Das erklärt warum Gemsen auf hartem Gestein springen können ohne abzurutschen. Der harte Sohlenrand ist für die Griffigkeit zuständig, die weiche Innenfläche des Gamshufes für die Traktion. Da die Hufe schmal sind braucht die Gemse auch nur eine kleine Auftrittsfläche. Auch diese Eigenschaft wurde beim Originalentwurf der ersten Haferlschuhe von 1803 berücksichtigt. Die Schuhe waren deshalb stark unterbaut, d.h. die Laufsohle war schmäler und kürzer als der Fuß. Damit der Fuß dennoch bequem Platz hatte wurde die Schiffchenspitze entwickelt, die vorne wie ein Schiffsrumpf über die Sohle hinausragt. Der harte, schmale Sohlenrand wurde mit geschmiedeten Flügelnägeln, die in die Ledersohle eingeschlagen wurden, nachgebildet. Als Absatz war ein Griffeisen aufgeschlagen damit der Schuh auch in nassen, steilen Bergwiesen guten Halt bot. Ein Nebeneffekt der Schiffchenspitze waren die guten Eigenschaften der Jägerschuhe beim Bergabgehen. Der Fuß rutschte zwar beim Bergabgehen nach vorne wie in jedem Halbschuh, doch wurden die Zehen dabei nicht schmerzhaft an die Schuhspitze gedrückt. Durch das Schiffchen konnten die Zehen dagegen wie auf einer Rampe nach oben ausweichen ohne dabei die Schuhspitze zu berühren. Um Scheuerstellen zu vermeiden und den Tragekomfort zu erhöhen wurden die Knöchelpartien tief ausgeschnitten. Damit die Schuhe dennoch einen festen Fersensitz boten wurde die Fersenpartie höher gezogen als sonst bei Halbschuhen üblich. Die ersten Jägerschuhe waren in der Mitte geschnürt und wurden nur von Jägern und Bauern zur Arbeit getragen. Erst deutlich später, gegen Ende des Neunzehnten Jahrhunderts, sind Schnitt und Form des Jägerschuhs stilbildend für die Entwicklung der ländlichen Schuhe zur Tracht. Der Haferlschuh war geboren. hier mittelgeschnürt, ist die Basis dieser Stiefelette. Die weich gepolsterte Ledermanschette vermittelt sicheres "Stiefelgefühl" obwohl der Schuh nur leicht an den Knöcheln anliegt. Über vier Schnürhaken kann der Fuß sauber fixiert werden und erleichtert damit das Bergabgehen. Wir verwenden für unseren Richard unser robustestes Leder mit einem besonders hohen Fettgehalt. Der Schuh ist dadurch sehr strapazierfähig, Striemen und Kratzer lassen sich nach Auftragen von Wachs wieder glattreiben. Alle SchaftnähteDer Schaft,das Oberteil des Schuhs das den Fuß seitlich und oben umschließt wird Schaft genannt. Ein Schaft besteht meist aus Oberleder, Futterleder und Stützkappen. sind mit einem extra starken Nähfaden doppelt abgesteppt. Der Richard ist durchgehend mit vegetabilvegetabilGerbverfahren bei dem ausschließlich pflanzliche Gerbstoffe wie z.B. Eichenrinde verwendet werden. Vegetabil gegerbte Leder gelten als besonders hautverträglich. Mehr zu diesem Thema finden Sie in dem Menüpunkt Lederarten. gegerbtem Leder gefüttert. Eine fast 4 mm starke, gleichfalls vegetabilvegetabilGerbverfahren bei dem ausschließlich pflanzliche Gerbstoffe wie z.B. Eichenrinde verwendet werden. Vegetabil gegerbte Leder gelten als besonders hautverträglich. Mehr zu diesem Thema finden Sie in dem Menüpunkt Lederarten. gegerbte BrandsohleDie Brandsohle,ist die innere Sohle des Schuhes, die den Schaft mit dem Boden durch eine Naht verbindet. Diese Befestigungsnaht liegt umlaufend unter der Brandsohle. Für die Brandsohle wird meist schlechteres Leder verwendet als für die Laufsohlen, daher evtl. auch der Name: "das Stück Leder, das das Brandzeichen des Tieres trägt". (Kluge Etymologisches Wörterbuch) bildet das Fundament dieser Schuhe die in original zwiegenähterZwiegenäht, originalOriginal zwiegenäht und trigenäht sind die haltbarsten Macharten die heute noch hergestellt werden. Wie der Name "original zwiegenäht" sagt, ist der Schaft des Schuhs zweifach mit dem Boden des Schuhs vernäht (beim trigenähten Schuh dann dreifach). Bei der rahmengenähten Machart hingegen ist beides nur einfach vernäht. Der Deutsch-Amerikaner Eppler, vormals ein Kompagnon von Charles Goodyear, entwickelte schon gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts eine Maschine mit der auch die Zwienaht maschinell ausgeführt werden konnte. Original zwiegenähte Schuhe sind am Sohlenrand zu erkennen. Das Oberleder wird nach außen geschlagen und ist im Schnitt sichtbar. Original zwiegenähte Schuhe werden bei Verwendung von schweren Ledern ohne Lederrahmen hergestellt. Im Gegensatz zu rahmengenähten Schuhen sind zwiegenähte Schuhe wasserdicht. Zwiegenähte, (trigenähte) Schuhe sind die stabilsten und strapazierfähigsten Schuhe die heute hergestellt werden.MachartMachartBezeichnet die Art der Herstellung, bzw. die Montageart bei Schuhen. Zwei Kategorien sind wichtig:

a) genähte Schuhe (rahmengenäht, zwie-genäht, flexibel, durchgenäht)
b) geklebte Schuhe.

Geklebte Schuhe dominieren den Schuhmarkt, der Anteil der genähten Schuhe liegt weit unter 1% der weltweiten Gesamtproduktion.
mit gedoppelter Zwischensohle aus Gummi gebaut werden. 
Art.Nr.:1128

ab 289,00 Euro
enthaltene 19 % MwSt.
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